Lange Jahre hat es gedauert, bis Stevia als Süßungsmittel anerkannt war. Nun ist Stevia (Stevia rebaudiana) ab 2. Dezember 2011 in der EU offiziell als Süßungsmittel zugelassen. Stevia stand längere Zeit im Verdacht, krebserregend und erbgutschädigend zu sein. Zum Glück konnte dieser Verdacht anhand von umfangreichen Studien ausgeräumt werden. Auch andere negative Wirkungen konnten ausgeschlossen werden. Stevia wird als Lebensmittelzusatzstoff künftig unter der Nummer E 960 geführt.
Stevia, auch Süßkraut oder Honigkraut genannt, ist eine krautige Staude, die aus Südamerika stammt, wo sie bereits seit über 500 Jahren kultiviert wird. Stevia zählt zu den Korbblütlern und wird zwischen 70 und 100 Zentimetern hoch. Sie hat 2 bis 3 Zentimeter lange Blätter, die außen gezackt sind. Sie blüht weiß. In China und in Japan wird Stevia bereits seit Jahrzehnten angebaut. Ganze Stevia-Plantagen gibt es dort. In den USA, in Australien und in Neuseeland erhielt Stevia 2008 seine offizielle Zulassung als Stoff zum Süßen von Nahrungsmitteln.
Stevia schmeckt leicht bitter und ein wenig nach Lakritze. Sie hat eine Süßkraft, die 300 mal stärker als Zucker ist. Deshalb eignet sich dieses Süßungsmittel zur Herstellung von Bonbons, zum Süßen von Getränken, vielen Süßspeisen und von Schokolade. Doch enthält Stevia keinerlei Kalorien wie etwa Zucker oder wie Honig. Das verleiht Diabetikern und Menschen mit Übergewicht neue Hoffnung. Stevia verursacht auch keine Karies. Das Kraut soll außerdem verschiedene Heilwirkungen haben. So soll es pilz- und keimtötend wirken. In manchen Ländern, beispielsweise in Südamerika, wird es auch gegen Hauterkrankungen eingesetzt.
Stevia wird den normalen Zucker nicht ersetzen. Denn beispielsweise zum Backen von Kuchen und Gebäck
wird Zucker auch als Volumenanteil sowie als Bindemittel benötigt.
Wer Stevia ausprobieren und deshalb im eigenen Garten ziehen möchte, kann sich im Handel Samen oder Jungpflanzen besorgen. Die Staude zählt zu den Lichtkeimern und sie möchte gerne sonnig und warm stehen. Regelmäßiges Gießen unterstützt ein zügiges Wachstum. Hierzulande ist die Staude nicht winterhart. Deshalb sollte sie im September, spätestens aber im Oktober, ins Haus geholt werden. Dort kann sie den Winter über gepflegt werden.
Die Blätter von Stevia lassen sich gut trocknen und können mehrere Jahre lang aufbewahrt und genutzt werden.

Nun ja da haben die Konzerne ja doch noch ihren Willen, nach einem günstigen Zuckerersatz durchgepeitscht. Wie heißt es noch so schön: Traue keiner Studie die du nciht selsbt gefälscht hast?
ICh weiß ehrlich nicht wirklich genau was ich davon halten soll und betrachte das “Kraut” weiterhin kritisch…
LG
Theresa
Also wirklich,,,Stevia ist doch kein “Unkraut”! Das wird schon seit ewigen Jahren als Süßungmittel benutzt! Ich habe es auch schon verwendet, als es hier in Deutschland “verboten” war. Die hatten doch nur Angst, dass durch Stevia die Zuckerrübe verdrängt wird.
Aber Stevia hat einen ganz anderen Geschmack, an den wir uns Europäer wahrschlich lange nicht gewöhnen werden, ob es quasi so gut wie keine Kalorien hat und auch gesünder für die Zähne ist.
Wer schrieb denn hier Unkraut? :-)